Berlin: Politiker will Toiletten in Gericht für Prostituierte öffnen

Susanne Klaiber
Der Straßenstrich in Berlin geht Anwohnern auf die Nerven (Symbolbild)
  • Der Berliner Bürgermeister Dassel will, dass Geschäfte ihre Toiletten Prostituierten zur Verfügung stellen.
  • Auch ein Klo im Gericht würde Dassel für die Frauen öffnen wollen. 

Ein Berliner Bürgermeister hat eine sehr eigene Vorstellung davon, wie die Probleme mit dem Straßenstrich in der Kurfürstenstraße in den Griff zu bekommen seien.

Dazu muss man wissen: In der Kurfürstenstraße im Stadtteil Tiergarten in Berlin Mitte ist ein stark frequentierter Straßenstrich. Prostituierte und Freier treiben es mehr oder weniger öffentlich hinter Spielgeräten und Büschen, hinter dem Französischen Gymnasium und rund um die Apostelkirche.

Urin, Kot, Lärm und noch einiges mehr

Die Folgen sind abgesehen vom Live-Porno und Lärm Urin und andere Fäkalien, die Straßen und Hauseingänge beschmutzen.

► Was tun? Den Kiez dichtmachen? Ein Sperrbezirk ist nach der Einschätzung der Lokalpolitik nicht durchsetzbar.

► Für Ruhe sorgen? Könnte man probieren. Das Ordnungsamt soll künftig länger als bis 22 Uhr kontrollieren. Im Gespräch ist der Einsatz von Streetworkern.

► Aber wohin mit den Fäkalien? Wie die Zeitung “B. Z.” berichtet, hat  Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) daher die Idee vorgebracht, dass Geschäfte wie Möbel Hübner und das Landesarbeitsgericht in der Gegend in der Nacht den Prostituierten ihre Toiletten zur Verfügung stellen sollen.

Die Kosten würde der Bezirk übernehmen, 12.000 Euro im Jahr. Insgesamt sind im Bezirkshaushalt 100.000 Euro für “Platzmanagement” vorgesehen.

Oder doch Dixi-Klos für die Prostituierten?

Beim Möbelhaus ist man nicht erfreut: “Dann müssten wir ja das Möbelhaus nachts offen lassen. Und dann machen die Prostituierten ihre Geschäfte gleich auf unseren Möbeln – das geht gar nicht”, sagt ein Sprecher der Zeitung.

In der Diskussion sind auch Dixi-Klos, also mobile Toiletten. Dem Möbelhaus wären die lieber. 

Anwohner sind laut “Berliner Zeitung” aber...

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