Berlin: Peter Steudtner "muss jetzt erst mal ankommen"

Menschenrechtler Peter Steudtner am 26. Oktober nach seiner Freilassung in Istanbul

Berlin.  "Maschendraht über dem Hof. Marathon laufen auf fünf mal sieben Metern. Wissen, dass unsere Solidarität Grenzen und Gefängnismauern überwindet!" So schrieb der Menschenrechtler Peter Steudtner in einem offenen Brief vom 12. Oktober nach 100 Tagen Haft in der Türkei. Gedanken, Gebete und gute Wünsche haben den 45-Jährigen während seiner Zeit im Gefängnis begleitet. Auch nach seiner Freilassung setzen die Christen der Gethsemane-Gemeinde in Prenzlauer Berg das tägliche Gebet um 18 Uhr fort. "Für die anderen in der Türkei Verhafteten", heißt es auf der Internetseite. Anfang November wollen sich die Ehrenamtlichen treffen, die die Andachten organisieren, und überlegen, wie es weitergehen soll. "Peter Steudtner hat von unseren Gebeten gewusst, und täglich daran gedacht", sagt Pfarrerin Almut Bellmann. Neues von ihm wisse sie nicht. "Er muss jetzt erst mal ankommen."

Als Zeichen der Solidarität hatte die Gethsemane-Gemeinde ein Spendenkonto für die Familien der Inhaftierten eingerichtet. "Viele Menschen haben gespendet, um überhaupt etwas zu tun in dieser Situation, in der man sich manchmal auch ohnmächtig fühlte", erzählt Almut Bellmann. Nun sei die Freude und die Erleichterung über Steudtners Entlassung aus der Haft groß. Ob er in die Gemeinde kommen und erzählen wird, "darüber haben wir noch nicht mit ihm gesprochen", sagt die Theologin. "Er braucht jetzt Zeit."

Am 26. Oktober kam Peter Steudtner frei

Peter Steudtner war am 5. Juli während eines Workhops in der Türkei festgenommen ...

Lesen Sie hier weiter!