Berlin: Neuköllner Moscheeverein erwartet Millionenspende aus Kuwait

Die Dar As-Salam-Moschee in Neukölln

Die Debatte über den Umgang mit Moscheen, die der islamistischen Szene nahestehen, flammt neu auf: Der Berliner Moscheeverein "Neuköllner Begegnungsstätte", zu dem die umstrittene Neuköllner Dar-as-Salam-Moschee gehört, erwartet laut einer Recherche des RBB eine Spende in Millionenhöhe – von einer Religionsstiftung in Kuwait. Das Geld solle für den Ausbau der Moschee genutzt werden, die wegen Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft seit Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. Eine Sprecherin der Moschee dementierte zwar, dass man eine Spende erwarte, räumte aber ein, dass erste Gespräche darüber stattgefunden hätten.

In Sicherheitskreisen gelten Spenden aus Golfstaaten wie Kuwait als problematisch, da die Geldgeber in der Regel den konservativen und politischen Islam unterstützen, wie er in diesen Staaten praktiziert wird. In Berlin wird seit Langem über den Umgang mit Moscheen diskutiert, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Die einen argumentieren, auch diese Einrichtungen könnten Partner für erfolgreiche Integration sein. Andere halten die Gebetshäuser für Stätten, in denen sich vor allem junge Moslems radikalisieren. Der Berliner Islamwissenschaftler Jochen Müller stellt dahingehend fest: "Für viele Jugendliche ist der Bezug zur Religion ein wichtiger Aspekt in ihren Suchprozessen nach Identität und Zugehörigkeit." Moscheen und andere religiöse Einrichtungen könnten ein wichtiger Partner sein, um Angebote für solche Jugendlichen zu schaff...

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