Berlin nähert sich Zustimmung zu EU-Sanktionen gegen Sberbank

(Bloomberg) -- Die Bundesregierung ist offenbar bereit, nun auch die Sberbank, das größte russische Kreditinstitut, in die Finanzsanktionen der Europäischen Union gegen Russland einzubeziehen. Das berichten mit der Situation vertraute Personen.

Berlin hatte bei Sanktionen gegen die halbstaatliche Sberbank lange auf der Bremse gestanden, weil es Schwierigkeiten mit Zahlungen für Energielieferungen befürchtete. Polen und die baltischen Länder fordern schon seit langem Maßnahmen gegen das Geldhaus wie etwa den Ausschluss aus dem internationalen Zahlungssystem Swift.

Die Ausweitung der Maßnahmen gegen die Bank dürfte Teil der sechsten Runde von EU-Sanktionen gegen Wladimir Putins Russland werden, zu denen wahrscheinlich auch ein schrittweises Embargo für russisches Erdöl gehören wird. Auch hier hat Deutschland seinen Widerstand aufgegeben.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hatte Anfang des Monats gesagt, dass die EU die russischen Banken, darunter auch die Sberbank, in der sechsten Sanktionsrunde erneut unter die Lupe nehmen werde.

“Wir schauen uns den Bankensektor weiter an, insbesondere die Sberbank, die 37% des russischen Bankensektors ausmacht. Und natürlich geht es auch um Energiefragen”, sagte sie der Bild am Sonntag.

Die USA haben die Sberbank bereits vollständig sanktioniert. Großbritannien hat der Bank verboten, Zahlungen in Pfund Sterling über sein Finanzsystem abzuwickeln. Sberbank-Chef Herman Gref haben alle drei mit Sanktionen belegt.

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, die Sanktionen seien immer ein Ergebnis intensiver Beratungen und wollte sich darüber hinaus nicht äußern.

Überschrift des Artikels im Original:

Germany Closer to Backing EU Push to Sanction Russia’s Sberbank

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