Berlin: Mietvertrag nicht verlängert: Kulturtreff in Mitte droht Aus

Blick in den "Kosmetiksalon Babette" an der Karl-Marx-Allee

Wieder muss eine Institution der Berliner Kunst- und Kulturszene schließen: Der Mietvertrag der Bar "Kosmetiksalon Babette" an der Karl-Marx-Allee wurde nicht verlängert. Seit 14 Jahren finden hier neben dem Alkoholausschank auch Ausstellungen und Veranstaltungen statt – von Konzerten über Lesungen bis zu Buchvorstellungen. Inhaber Maik Schierloh wurde bereits im März darüber informiert, dass der Eigentümer des Gebäudes, die Nicolas Berggruen Holdings GmbH, den Vertrag nicht verlängern wird. "Wir müssen zu September 2018 raus", sagt Schierloh. Der "Kosmetiksalon Babette" ist Teil eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes, der vor neun Jahren von der Berggruen Holding erworben wurde und zu dem auch das einstige Restaurant Café Moskau gehört.

Nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe

Letzteres ließ der neue Eigentümer aufwendig renovieren, heute ist es ein Veranstaltungs- und Tagungsort ohne Zugang für die Öffentlichkeit. Das gleiche Schicksal soll nun auch den Gebäudeteil ereilen, in dem sich der "Kosmetiksalon Babette" befindet. Für Schierloh ist die Schließung seiner Bar deshalb nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe. "Wir haben hier öffentliche Arbeit gemacht. Es ist ja grundsätzlich so, dass es Schwierigkeiten gibt, die Karl-Marx-Allee zu beleben. Die Schließung der Babette ist auch für die Karl-Marx-Allee nicht gut." Das sieht auch Ephraim Goth­e, Stadtrat für Stadtentwicklung, Gesundheit und Soziales (SPD), so: "Dass einer Bar gekündigt wird, ist in einer Großstadt Al...

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