Berlin: Michael Müller will Sicherheit für Air-Berlin-Mitarbeiter

Im Bieterpoker um die insolvente Airline machte der Regierende Bürgermeister deutlich, was er von den möglichen Käufern erwartet.

Eine Stunde hat das Gespräch im Roten Rathaus gedauert. Danach gaben sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) ebenso kämpferisch wie die geladenen Vertreter des Betriebsrates von Air Berlin und der Gewerkschaft Verdi. "Es ist unser gemeinsames Interesse, dass dieses Unternehmen eine Zukunft am Flughafenstandort Berlin hat", sagte Müller nach dem Treffen am Dienstag. "Diesen Botschafter Berlins soll es weiterhin geben." Damit sprach er sich indirekt auch dafür aus, die Marke Air Berlin als Werbeträger für die Stadt zu erhalten. Er kündigte an, sich parteiübergreifend mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) für die Mitarbeiter einsetzen zu wollen.

Im Bieterpoker um die insolvente Airline machte Müller deutlich, was er von den möglichen Käufern erwarte: "Es geht nicht nur um Flugzeuge und um Slots, sondern um viele Tausend Beschäftigte." Mögliche Käufer sollten auch das Personal übernehmen, und zwar zu guten Konditionen. Dies sei eine Bedingung für eine künftige Unterstützung der jeweiligen Airline durch den Senat. "Man sieht sich immer zweimal im Leben", betonte der Regierende Bürgermeister.

Warnung vor einerÜbernahme durch Ryanair

Er machte deutlich, dass er große Befürchtungen habe, käme die Billigairline Ryanair zum Zuge. Die Fluggesellschaft arbeite mit einem Modell für die Beschäftigten, "bei dem mit Subunternehmern in den Kabinen gearbeitet wird und Beschäftigte ein Arbeitsverhältnis üb...

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