Mein Berlin: Mehr Feiertage – aber die richtigen müssen es sein

Mehr Feiertage im Sommer wären schön, findet Nina Paulsen

Na, alle wieder schön bei der Arbeit heute? Nach diesem Extra-Feiertag am Dienstag wird es ja auch Zeit, dass wir wieder zurückkehren zur Maloche. Das Rad muss sich schließlich weiterdrehen und die Wirtschaft wachsen, und deshalb wird jetzt wieder von allen in die Hände gespuckt. Moment: von allen? Nein. Die Bayern dürfen am 1. November noch einmal ausschlafen, ebenso die Menschen in Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Dort ist nämlich Allerheiligen, ein gesetzlicher Feiertag. Also: Schöne Grüße in den Süden, ihr Faulpelze. Wenn ihr euch das nächste Mal darüber beschwert, dass euer Soli vor allem nach Berlin wandert, denkt gut daran, wer heute wie ein Muli im Bergwerk ackert, während ihr es euch in euren weichen Betten noch einmal so richtig schön bequem gemacht habt.

So, genug der Polemik. Aber man wird ja wohl noch mal meckern dürfen, immerhin steht Berlin bei der Feiertagsbilanz ganz hinten an. Neun Mal frei haben wir (zehn Mal in diesem Jahr wegen des Reformationstages), und immer nur an solchen Feiertagen, die ohnehin auch überall anders in der Republik gelten. Über 13-mal Extra-Freizeit dürfen sich hingegen die Bayern freuen. Aber nun gut, so viel zu lachen gibt es dort ja sonst auch nicht. Ständig haben die Geschäfte zu, es gibt keine Spätis und irgendwie stehen überall riesige Berge im Weg herum und versperren die Sicht. In Berlin können wir von unserem süßen kleinen Teufelsberg dafür über die ganze Stadt und noch viel weiter guc...

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