Berliner Bezirke: Mehr Beratung für Familien in Konfliktsituationen

In Berlin gibt es pro Bezirk zwei Beratungsstellen für Familien, jeweils eine bezirkliche und eine in freier Trägerschaft.

Die Erziehungs- und Familienberatung soll in den kommenden zwei Jahren verstärkt werden. Wie nötig das ist, zeigte sich am Dienstag bei einem Besuch der Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD) in der Caritas-Einrichtung an der Pfalzburger Straße in Wilmersdorf. Nicht nur die wachsende Einwohnerzahl erhöhe den Beratungsbedarf, sondern auch zunehmende Schwierigkeiten für Familien, sagte die Direktorin der Caritas, Ulrike Kostka.

So würde beispielsweise die Wohnungsnot für zusätzliche Konflikte im Trennungsfall sorgen, denn häufig sei es aufgrund der fehlenden Wohnungen gar nicht möglich, dass eine Partei auszieht. Daneben würden existenzielle Not oder hohe Belastungen im Beruf vermehrt zu psychischen Erkrankungen führen, berichteten die Mitarbeiter der Einrichtung der Senatorin bei ihrem Besuch.

In Berlin gibt es pro Bezirk zwei Beratungsstellen für Familien, jeweils eine bezirkliche und eine in freier Trägerschaft. Sie beraten kostenlos und auf Wunsch anonym in Scheidungsfällen, bei finanziellen Problemen oder auch bei Erziehungsfragen. Die freien Träger sollen im kommenden Jahr jeweils eine halbe Stelle mehr für ihre Tätigkeit erhalten. Im Jahr darauf soll dann eine weitere halbe Stelle hinzukommen. Insgesamt ist nach Angaben der Senatorin im Doppelhaushalt für die zusätzlichen Stellen eine Erhöhung des Etats um 840.000 Euro vorgesehen. Der Haushaltsentwurf des Senats muss noch im Abgeordnetenhaus abgestimmt werden. Verstärkt wird auch die aufsuchende Beratung in den Unterkünft...

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