Berlin: Müllpolizei soll Berlin nach Wiener Vorbild sauberer machen

Typisch Berlin: Auf dem Gehweg sammeln sich Schrotthaufen wie hier in Kreuzberg

Müll, Müll, Sondermüll. Diese Liedzeile von Sänger Wolfgang Petry ist einem allzu oft im Kopf, geht man durch Berlin. Elektroschrott, Bauschutt oder Hausmüll liegen wie selbstverständlich auf Gehwegen oder am Fahrbahnrand.

Deswegen stellten vier Berliner SPD-Abgeordnete gestern mehrere Forderungen für ein sauberes Berlin vor – in Wien. Denn die österreichische Hauptstadt ist – im Gegensatz zu Berlin – seit Jahren Vorreiter beim Thema Sauberkeit. Wien hat bereits seit 2008 ein eigenes "Reinhaltegesetz", dass sogar eine Müllpolizei vorsieht – sogenannte "Waste Watcher".

Der Initiator der Reise, Joschka Langenbrinck, ist 32 Jahre alt und Abgeordneter aus Neukölln. Er sagt: "Ich will mich nicht damit abfinden, dass es hier in manchen Ecken aussieht wie auf einer Müllhalde." Und tatsächlich: Über 25 Millionen Euro hat das Land Berlin in den vergangen sechs Jahren ausgegeben, damit illegaler Sperrmüll entsorgt wird – allein 2016 kostete die Entsorgung durch die BSR 4,3 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr nur etwa 10.000 Euro an Buß- oder Verwarngeldern eingenommen. Nicht einmal 1000 Müllsünder konnten in den letzten sechs Jahren erwischt werden. Die Abgeordneten wollen sich deswegen ein Beispiel an der österreichischen Hauptstadt nehmen und Berlin in Zukunft ähnlich glänzen lassen: "Wien zeigt, dass eine Großstadt den Kampf gegen Müll gewinnen kann", sagt Langenbrinck.

Der Plan der SPD-Politiker sieht unter anderem vor, dass die BSR in Zukunft zweimal im Jahr koste...

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