Berlin: Lokalmatador Tietz hofft auf Sieg beim Traber-Derby

Thorsten Tietz und Mighty Hanover

Thorsten Tietz ist einer der besten Trabrennfahrer und -trainer Deutschlands, sein ganzes Leben dreht sich um Pferde. Selbst auf eines raufsetzen würde er sich aber nie. "Ich kann nicht reiten und würde wahrscheinlich selbst im Schritt schon herunterfallen", sagt er. Tietz fühlt sich auf dem Rücken der Pferde nicht wohl, dahinter dafür umso mehr. Am Sonntag (ab 12.30 Uhr) startet er im großen Finale des 122. Deutschen Traber-Derbys. Es ist der krönende Abschluss der Derby-Woche auf der Trabrennbahn Mariendorf. Am Sonnabend wurde bereits das Finale im Eduard Winter Deutsche Stuten-Derby ausgetragen: Dort siegte Altmeister Heinz Wewering mit Motion Pure.

Tietz ist in diesem Jahr nur Außenseiter, zumal er mit Ganyboy aus der zweiten Reihe starten muss. "Das ist sicher ein Nachteil", sagt er. "Jetzt brauchen wir beim Rennverlauf auch ein bisschen Glück." Doch der 39-Jährige ist froh, dass er überhaupt im Finale dabei ist. Im Vorfeld war sein eigentlich stärkeres Pferd New Dawn mit einem Virus ausgefallen. Im Vorlauf war er dann mit Ganyboy zunächst nur Vierter geworden. Weil aber ein vor ihm liegendes Gespann disqualifiziert wurde, rutschte er doch noch in den Endlauf. Dort spekuliert Tietz darauf, dass sich bei den Pferden der niederländischen und schwedischen Konkurrenz womöglich die weite Anreise negativ auf die Form niederschlägt. Für Ganyboy hielten sich die Strapazen dagegen in Grenzen: Sein Stall befindet sich südlich von Berlin in der Nähe von Zossen.

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