Berlin: Lehrer demonstrieren gegen "Schrottimmobilie"

Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte zu der Aktion aufgerufen, um gegen die Baumängel an den Schulen zu protestieren.

Die Liste der Mängel an der Carlo-Schmid-Oberschule, die im Laufe der vergangenen Jahre auftraten, ist lang: defekte Fenster, undichte Dächer, mehrwöchiger Legionellenbefall, defekte Gasversorgung, mangelhafte Brandschutzwege, Ausfall der Brandmeldeanlage, Wasserschäden, atemwegsreizende Mikrofasern und zuletzt die Ablösung von Deckenteilen. 45 Lehrer der Schule machten deshalb am Dienstagmorgen vor Unterrichtsbeginn ihrem Ärger Luft.

Mit Bauhelm, Ohren- und Atemschutz protestierten sie lautstark nicht nur gegen die, ihrer Meinung nach, unzumutbaren Zustände im Gebäude, sondern auch gegen Baulärm und Dreck von Arbeiten, die während der Schulstunden stattfinden.

"In den letzten zwei Jahren gab es drei Brände"

Auf einem der Transparente war zu lesen: "Es gibt keine Schrottschulen – nur falsche Kleidung". Dabei hatte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vor drei Wochen in einem Editorial in einem Newsletter an alle Führungskräfte Schulleiter maroder Schulen von öffentliche Kritik am Zustand der Gebäude abgeraten. Für die SPD-Politikerin war es eine Frage des Stils, dass das Lehrerkollegium die eigene Schule gegenüber den Medien nicht zur "Schrottimmobilie" erkläre.

Sven Dudkowiak, Lehrer und Vorsitzender des Personalrates der Schule, sowie dessen Kollegen ließ das kalt. Sie fordern Sofortmaßnahmen. Die Belastung durch die Sanierungsarbeiten und der einhergehende Baudruck seien gesundheitsgefährdend. Für ihn wäre eine Alternative, die Schüler vorerst in bereitgestellten Containern...

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