Straßentheater: Berlin geht zum Lachen auf die Straße

Elias Elastisch (l.) und Nicolas Rocher treten beim Straßentheater-Festival am Hauptbahnhof auf. Stefanie Rosse ist die Koordinatorin des Events

"Echte Clowns brauchen keine roten Nasen. Echte Clowns überzeugen mit ihrem Talent!", sagt Stefanie Rosse. Die zierliche Frau mit strahlend blauen Augen und leicht zerzaustem, blondem Haar steht auf dem umzäunten Festivalgelände in Mitte. Bunte Plastikeimer baumeln an einer Lichterkette wie kleine Laternenschirmchen über ihrem Kopf.

Mehrere große Holzkisten gefüllt mit Erde dienen als Töpfe für Blumen, kleine Bäumchen und noch kleinere Büsche. Seit 13 Jahren organisiert und koordiniert Stefanie Rosse mit einem Geschäftspartner das Straßentheater-Festival "Berlin lacht!". Dieses Jahr findet es zum ersten Mal auf dem Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof statt.

Am Dienstagnachmittag, einen Tag vor dem Beginn des Events, ist noch einiges zu tun: Holzbänke müssen aufgestellt, Bühnendekoration aufgebaut werden. In einer orangefarbenen Grillbude sortieren Mitarbeiter ihre Arbeitsutensilien.

Straßenkunst – das härteste Geschäft der Branche

Am heutigen Mittwoch soll das Fest dann beginnen. Zehn Stunden am Tag wollen Artisten, Akrobaten und Zirkusleute die Zuschauer zum Lachen bringen. "Straßenkunst ist das härteste Geschäft der Branche", sagt Rosse, die selbst mit einer Puppenshow auftreten wird. Die Leute zahlen keinen Eintritt. Umso mehr käme es auf das Talent der Künstler an. "Es gilt, innerhalb kürzester Zeit das Publikum zu überzeugen." Als Straßenkünstler brauche man einen besonderen Sinn für die Stimmung der Leute und die Umgebung.

Denn unter freiem Himmel sei nur sehr weni...

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