Berlin kauft rund 14.750 Wohnungen von Deutsche Wohnen und Vonovia

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Blick auf Fernsehturm in Berlin (AFP/STEFANIE LOOS)

Das Land Berlin kauft insgesamt rund 14.750 Wohnungen der Unternehmen Deutsche Wohnen und Vonovia. Wie die Senatsverwaltung für Finanzen am Freitag mitteilte, zahlen die drei Berliner Landesgesellschaften Howoge, Degewo und Berlinovo dafür rund 2,46 Milliarden Euro. Auch rund 450 Gewerbeeinheiten seien in dem Paket enthalten. Die Gesellschaften finanzierten den Kauf eigenständig über Fremdkapital - der Berliner Landeshaushalt werde nicht belastet, hieß es.

Der vereinbarte Kaufpreis entspreche nach Einschätzung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften dem Ertragswert und berücksichtige den Zustand der Wohnungen sowie den notwendigen Investitionsbedarf. Die Howoge übernehme knapp 8300, die Berlinovo mehr als 4000 und die Degewo mehr als 2400 Wohnungen. Bevorzugt gehe es hierbei um ganze Siedlungen, wie das Falkenhagener Feld in Spandau, die Thermometersiedlung in Lichterfelde und die High-Deck-Siedlung in Neukölln.

Die Bestände verteilen sich der Finanzsenatsverwaltung zufolge auf alle zwölf Berliner Bezirke. Die meisten Wohnungsbestände befänden sich dabei in Spandau (3408), Steglitz-Zehlendorf (2464) und Neukölln (2009). "Der Wohnungsankauf steht exemplarisch für ein soziales Berlin", erklärte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD). "Bei einem Teil des angebotenen Wohnungsbestandes läuft die Sozialbindung demnächst aus. Mit der Rückführung in kommunale Hand haben die Mieterinnen und Mieter die nötige Sicherheit, dass ihre Wohnungen dauerhaft im preisgünstigen Segment liegen werden."

Die Regierungspolitik sieht laut Senatsverwaltung vor, den kommunalen Wohnungsbestand bis zum Jahr 2025 auf 400.000 zu erhöhen und etwa 20 Prozent des Berliner Wohnungsbestandes zu halten. Durch die Ankäufe erhöhe sich der Bestand auf rund 370.000.

Der Vonovia-Konzern steht vor einer Übernahme der Deutsche Wohnen. Die beiden Immobilienunternehmen hatten sich Ende Mai auf einen Zusammenschluss geeinigt.

aeh/hcy

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