Berlin kämpft gegen Erziehermangel – die Lösung könnte Deutschland helfen

Franziska Kiefl
Mit einer neuen Strategie soll der Erziehermangel in Berlin bekämpft werden.
  • Bundesweit fehlen Hunderttausende Erzieher.
  • In Berlin könnte jetzt ein Lösung für das Problem gefunden worden sein.

In Berlin sind momentan knapp 160.000 Menschen arbeitslos. Gleichzeitig fehlen den Kitas und Kindergärten der Hauptstadt mehr als 1000 Erzieher

Diese beiden Probleme möchte die Stadt nun mit einer Strategie bekämpfen: Ab sofort können Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen viel einfacher die dreijährige Erzieher-Ausbildung absolvieren.

► Dazu muss man wissen: Normalerweise werden Erzieher in Berlin während der schulischen Ausbildung nämlich gar nicht bezahlt, sie müssten wie Studenten Bafög beantragen.

► Neu an der Berliner Idee ist: Die Jobcenter und Arbeitsagenturen fördern die Umschulung zum Erzieher zwei Jahre lang, das dritte Lehrjahr übernimmt die Kita. 

► Das ging bislang aufgrund rechtlicher Hürden nicht. Denn die Arbeitsagentur durfte weder die kompletten drei Jahre fördern, noch einen Teil der Ausbildung, wenn die Bezahlung für das dritte Jahr nicht geregelt war. 

Das Berliner Konzept könnte zum Vorbild für ganz Deutschland werden. 

“Wir brauchen Erzieher, um ausreichend Kita-Plätze anbieten zu können”

Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, lobt die Idee in einer Pressemitteilung: “Angesichts des Fachkräftemangels ist die Vereinbarung von großer Bedeutung. Wir brauchen Erzieherinnen und Erzieher, um ausreichend Kita-Plätze anbieten zu können. Gleichzeitig gibt es zahlreiche arbeitssuchende Frauen und Männer, die sich für den Erzieherberuf interessieren und gute Voraussetzungen dafür mitbringen.”

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Viele konnten sich jedoch bisher die dreijährige Ausbildung nicht leisten, sagt Scheeres. Das soll jetzt ein Ende haben. 

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