Mein Berlin: Jamaika? Warum Berlin schon lange die Karibik des Ostens ist

Ein bisschen Jamaika würde der Hauptstadt guttun, findet unsere Kolumnistin

Hurra, die Wahlen haben wir geschafft! Und stehen bundespolitisch jetzt anscheinend vor einer Jamaika-Koalition. Jamaika – das klingt viel besser als die scheußliche "Schwampel", wie ein Bündnis aus Union, Grünen und FDP früher genannt wurde. Jamaika klingt lässig und oberchillig, relaxed und laid back, zumindest vom Namen her kann man nichts gegen Jamaika haben.

Nach diesem freudlosen Wahlergebnis würde uns etwas Sunshine Reggae ganz guttun. "Don't worry, don't hurry, take it easy", wie eine Liedzeile aus dem berühmten Song lautet, finde ich als Botschaft jetzt auch viel sympathischer als #fedidwgugl oder irgendwelche Aktenkoffer- und Schulranzenvergleiche – und besser als dunkelgrüne Krawatten mit gelben Hunden drauf allemal.

Überhaupt, bei genauerem Hinsehen passt Jamaika ganz hervorragend nach Berlin. Wer es nicht wusste: Unsere Stadt wird ja nicht nur wegen wilder Gewässer wie dem Biesdorfer Baggersee auch Karibik des Ostens genannt. Nein, nach diesem Sommer kann auch unsere Tierwelt wegen der Abermillionen Mücken locker mit der jamaikanischen Fauna mithalten. Dass ich erst vergangene Woche eine Riesenspinne (sie war wirklich gigantisch groß, ich schwöre) aus dem Wohnzimmervorhang klauben musste, ist sicher kein Zufall.

Und Strände? Na ja, wer einmal mit Kleinkindern auf einem Spielplatz war und danach Schuhe und Gummistiefel im Treppenhaus ausgeschüttet hat, weiß, dass Berlin sandmengentechnisch durchaus mit Jamaika mithalten kann. Und zu der Sache mit dem Marihuana, das v...

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