Berlin: IHK warnt vor Baustopp auf A 100 von Neukölln nach Treptow

Die Baustelle der Erweiterung der Bundesautobahn A100 im Berliner Bezirk Neukölln. Mit dem 16. Bauabschnitt vom Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Am Treptower Park werdens zukünftig die östlichen Bezirke deutlich besser an den mittleren Straßenring und auch an die A 113 angebunden.

Mit dem Diesel-Skandal ist die Diskussion um den Weiterbau der A 100 von Neukölln nach Treptow neu entbrannt: Die Industrie-und Handelskammer (IHK) warnt davor, das Projekt zu gefährden. "Die Konzentration des Verkehrs auf die A 100 sorgt für eine erhebliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens und anliegender Wohngebiete", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter der Berliner Morgenpost. Er betonte: "Verlässlichkeit und Umsetzung von Planfeststellungsbeschlüssen sind grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung einer leistungsfähigen Infrastruktur. Auch neue Antriebsformen wie E-Mobilität benötigen ein gut ausgebautes Verkehrsnetz."

Der Senat soll das Verfahren wieder neu aufnehmen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat den Senat in einem Antrag aufgefordert, die Genehmigung für den laufenden 16. Bauabschnitt aufzuheben oder zumindest zu ändern. Der Senat solle das Verfahren wieder aufnehmen, um mit den richtigen Ausgangsdaten eine neue Luftschadstoffprognose zu erstellen. "An der Elsenstraße an der Auffahrt zur A 100 in Treptow können die Überschreitungen auch durch spätere Maßnahmen der Luftreinhaltung nicht vermieden werden", schätzt Martin Schlegel vom BUND Berlin ein. "Es sei denn, das Bundesverkehrsministerium gibt bis dahin den Widerstand gegen die blaue Plakette auf."

Der Linke-Fraktionschef Udo Wolf stellt den Weiterbau bis zum Treptower Park ebenfalls infrage. Der Verkehrs­experte der SPD-Fraktion, Tino Schopf, ver...

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