Taskforce-Beschlüsse: Senat will Obdachlosencamps im Tiergarten räumen

Einsatz im Tiergarten

Die Zelte von Obdachlosen im Berliner Tiergarten sollen in der kommenden Woche abgebaut werden. Das ist das Ergebnis der ersten Beratung einer Taskforce, wie der Sprecher der Senatsinnenverwaltung, Martin Pallgen, am Freitag sagte. Der genaue Termin wurde nicht genannt.

Die Arbeitsgruppe war gebildet worden, um die Probleme mit den wohnungslosen Menschen in den Griff zu bekommen. Neben den Bürgermeistern und Ordnungsamts-Chefs der Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf saßen Vertreter der Polizei, Staatssekretäre der Senatsverwaltungen für Inneres, Gesundheit, Soziales und Justiz mit am Tisch.

Der Abbau der Zelte sei nur eine erste "Akutmaßnahme", so der Sprecher. Die Betroffenen sollen demnach auf Hilfseinrichtungen der Hauptstadt aufmerksam gemacht werden. "Wir wollen die Obdachlosigkeit bekämpfen, nicht die Obdachlosen", betonte Pallgen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte vor dem Treffen eine nachhaltige Lösung angekündigt. "Eine Strategie, die nur auf eine verstärkte Polizeipräsenz und Polizeikontrollen setzt, greift zu kurz", hatte der Senator mitgeteilt.

Die Taskforce habe auch vereinbart, dass das Ordnungsamt Mitte fortan die Personalien der im Tiergarten lebenden Menschen aufnehmen soll. - Belastbare Daten, wer in dem Park wohnt, gibt es bisher nicht. "Das sind Obdachlose, Trinker, Systemverweigerer, Lebenskünstler, psychisch kranke und andere", so Pallgen.

Bei dem nächsten Treffen der Arbeitsgruppe im November soll besprochen werden, welche Hilfen für welche B...

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