Berlin und Hamburg: Staatsoper und Elbphilharmonie im direkten Vergleich

Daniel Barenboim, musikalischer Leiter der Staatsoper

Eröffnung

Die Staatsoper wurde als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff gebaut. Wie auch bei der aktuellen Renovierung in diesem Jahr fand damals zunächst eine Vorab-Eröffnung statt. Am 7. Dezember 1742 wurde Carl Heinrich Grauns Oper "Cleopatra e Cesare" uraufgeführt, bevor das Gebäude endgültig fertiggestellt wurde.

Die feierliche Eröffnung des Großen Saals der Elbphilharmonie erfolgte nach zehnjähriger Bauzeit am 11. Januar 2017 mit einem Konzert des Elbphilharmonie Orchesters des Norddeutschen Rundfunks.

Kosten

Seit September 2010 wurden Sanierungsmaßnahmen an der Staatsoper durchgeführt. Dabei stiegen die Kosten von 235 auf rund 400 Millionen Euro. Berlin muss für die Mehrkosten allein aufkommen. Ursprünglich sollte der Anteil 40 Millionen betragen, derzeit liegt er bei 190 Millionen Euro. Die Sanierung umfasst das Gesamtensemble der Staatsoper, darunter die Anhebung der Saaldecke. Zudem tauchten Komplikationen auf. 2015 und 2016 beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus mit den Termin- und Kostenüberschreitungen für die Sanierung.

Von ursprünglich geplanten Baukosten für die Elbphilharmonie in Höhe von 186 Millionen Euro im Jahr 2005 explodierten die tatsächlichen Kosten in den folgenden Jahren auf 866 Millionen Euro, unter anderem wegen Bauproblemen und Sicherheitsfragen. Zwischen 2011 und 2014 befasste sich ein Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft mit den enormen Kostensteigerungen und de...

Lesen Sie hier weiter!