Beusselstraße: Händler wollen Großmarkt-Regie übernehmen

Blick auf das Gelände der Berliner Großmarkt GmbH

Der Großmarkt an der Beusselstraße ist gewissermaßen die Herzkammer der Stadt, wenn es darum geht, die Berliner mit frischem Obst und Gemüse, mit Fleisch, Blumen und Fisch zu versorgen. Seit den 60er-Jahren führt die landeseigene Berliner Großmarkt GmbH die Geschäfte auf dem Moabiter Areal nahe dem Westhafen und vermietet Flächen an die Großhändler. Nun haben mehr als 100 Firmen, die an der Beusselstraße ansässig sind, eine Interessengemeinschaft (IG) gegründet. Ihr Ziel: Sie möchten künftig als Genossenschaft den Betrieb auf dem Großmarkt übernehmen.

Die IG strebt zudem an, vom Land ein Erbbaurecht für das komplette Gelände zu erwerben, um es mit neuen Gebäuden und verbesserten Strukturen zu einem "Kompetenzzentrum mit modernster Infrastruktur" zu entwickeln. Sollte sich die zuständige Senatswirtschaftsverwaltung für das Konzept erwärmen können, würde die Großmarkt GmbH allerdings einen erheblichen Teil ihrer Kompetenzen einbüßen müssen.

"Zukunft der drei Bereiche gemeinsam planen"

Der Zusammenschluss der rund 100 Firmen bedeute, dass künftig die Händler des Fruchthofes, des Fleisch- sowie des Blumengroßmarktes gemeinsam die Zukunft planen wollen, erklärte Dieter Krauß vom Vorstand der Fruchthof-Genossenschaft. Die nun in der "Interessengemeinschaft Lebensmittel- und Frischecluster Berlin" zusammengeschlossenen Unternehmen beschäftigten mehr als zwei Drittel der auf dem Großmarktgelände tätigen 2500 Menschen. Die Händler stünden hinter den Plänen, betonte Krauß. Die "Markthalle...

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