Gesundheitsamt: Rüge wegen Hygienemängeln im Benjamin-Franklin-Klinikum

Krankenhaus 'Benjamin Franklin' in Steglitz, Berlin

Am Nachmittag wurde der Schüttelfrost unerträglich. Zwei Wochen zuvor wurde Torsten Spahlholz im Benjamin-Franklin-Klinikum der Charité an der Wirbelsäule operiert. Er sagt: "Mir ging es die ganze Zeit dreckig." In der Woche nach der OP wurde er dennoch entlassen, durfte raus aus der Station 12 B, Neurochirurgie. Zu Hause in Ludwigsfelde verschlechterte sich sein Zustand, so erzählt es der Morgenpost-Leser. Der 59-Jährige konnte kaum sitzen, hatte Schmerzen in den Lenden. Als er versuchte, die Treppen herunterzugehen, sackten ihm die Beine weg. Dann stieg das Fieber, mit dem Notarztwagen fuhr er zurück ins Benjamin-Franklin-Krankenhaus. Not-OP.

Geht es nach Torsten Spahlholz, dann ist klar, warum sich die Operationswunde an der Wirbelsäule entzünden konnte: die hygienischen Bedingungen auf der Station seien katastrophal. "Im OP-Saal bröckelt der Putz von der Decke", sagt er. Zimmer und Toiletten würden nicht ausreichend gereinigt. Der Patient will beobachtet haben, wie Angestellte in OP-Kleidung auf den Balkon gingen, eine Zigarette rauchten – und zurück in den Operationssaal gingen.

Eine Gefährdung von Patienten sei "sehr unwahrscheinlich"

Auf Hinweis der Berliner Morgenpost kontrollierte die Hygienebeauftragte des Bezirks Steglitz-Zehlendorf die Station. Laut Bezirksamt sind dabei einige Mängel festgestellt worden. Die seien "sowohl hygienischer als auch baulicher Art". Die Stadträtin für Gesundheit Carolina Böhm (SPD) sagt: "Es geht um sechs Beanstandungen in Bezug auf Verdre...

Lesen Sie hier weiter!