Mein Berlin: Vorschlag: 80 Euro Strafe für falsches Niesen in der U-Bahn

Es ist mal wieder Erkältungszeit in Berlin

Als Mensch muss man sich im Alltag mit vielen Lästigkeiten herumschlagen. Touristen, die auf der Rolltreppe links stehen bleiben zum Beispiel, oder Frischhaltefolie, die sich nicht abwickeln lässt und immer wieder mit sich selbst verklebt. Die lästigste Lästigkeit allerdings hat jetzt gerade wieder Hochkonjunktur: Erkältungen. Mich hat es zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen erwischt, ich schniefe und huste und räuspere mich den ganzen Tag, es ist wirklich unangenehm. Meine Stimme klingt wie 80 bis 100 Zigaretten und eine Flasche Scotch jede Nacht und irgendwie fühle ich mich auch so: Es kratzt im Hals und der Kopf ist schwer. Ein immerwährender Kater – nur ohne den ganzen Spaß davor.

Immerhin: Ich bin nicht allein. Ganz Berlin ist erkältet, sonst wär's ja kein richtiger Herbst. Morgens in der U-Bahn wird in allen Tonlagen geniest und in Taschentücher getrötet, es ist ein einziges Nies- und Trötkonzert. Gut wäre, wenn die BVG im Moment nicht nur Fahrtickets kontrollierte. Sondern auch, ob alle brav in ihre Armbeuge niesen statt in die abgestandene Waggonluft – oder in die Hand, mit der sie dann überall herumtatschen. Dann würde die Ansteckung sich vielleicht nicht ganz so rasant ausbreiten und Berlin wäre gesünder.

Krank, aber auch nicht krank genug

Ich hoffe, die BVG weiß, welche Verantwortung sie da trägt. Ein Vorschlag: Schwarzfahren 60 Euro Strafe, falsches Niesen 80 Euro, Nase hochziehen 20 Euro. Auf der anderen Seite haut man den stets eng an eng stehenden Mitreisende...

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