Verspätungen: Am Flughafen Tegel herrscht dicke Luft

Eine Air Berlin-Maschine landet in Berlin-Tegel

Laut Plan sollte Flug HG3298 der Fluggesellschaft Niki Luftfahrt nach Kos um 14.25 Uhr abheben. Doch dann kam alles ganz anders. Zunächst wurde der Start auf 6 Uhr, später auf 8 Uhr verlegt. Am Ende starteten die Passagiere ihre Reise auf die griechische Insel um 23.10 Uhr. Nach rund 17 Stunden Wartezeit in Tegel.

Es war nicht der einzige Flug, der an diesem Wochenende Verspätung hatte. Es habe "deutliche Einschränkungen" in Tegel gegeben, teilte die Flughafengesellschaft mit. Gerade der Sonnabend war nichts für schwache Nerven. Insgesamt waren mehr als die Hälfte der rund 500 Flüge mindestens 15 Minuten zu spät, 16 wurden komplett gestrichen. Eine katastrophale Bilanz. Am Sonntag beruhigte sich die Lage.

Hauptgrund waren Personalengpässe bei den beiden Bodenverkehrsdienstleistern Aeroground und Wisag beziehungsweise deren Tochter- und Subunternehmen. Besonders betroffen: Air Berlin. Vor dem Serviceschalter der kriselnden Airline hatte sich am Sonnabend eine lange Schlange frustrierter Kunden gebildet

"Man fällt in überwunden geglaubte Zeiten zurück"

Air Berlin räumte die Probleme am Sonntag auf Nachfrage ein. Aeroground habe "wieder nicht die Performance gebracht, die wir erwarten", sagte ein Sprecher. Probleme habe es vor allem beim Be- und Entladen der Flugzeuge gegeben. Damit falle man "in überwunden geglaubte Zeiten zurück", so der Sprecher weiter. Wie es jetzt weitergehen soll, blieb offen.

Ende März hatte die Aeroground, eine Tochtergesellschaft des Flughafens München, die ...

Lesen Sie hier weiter!