Finanzen: Berliner Haushalt auf dem Weg zur Normalität

Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD)

Eigentlich will Berlin immer alles andere als normal sein. In einem Punkt gilt das nicht. Wenn es darum geht, den Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt auszurechnen, also an der Wirtschaftsleistung der Stadt, möchte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) Berlin gern als durchschnittliches Bundesland präsentieren, gewissermaßen als unauffällige graue Maus. Dazu müsste die Schuldenquote, die das oben beschriebene Verhältnis wiedergibt, 30 Prozent betragen. Derzeit liegt sie bei 45,9 Prozent, 2005 waren es allerdings noch alarmierende 67 Prozent. In sechs bis sieben Jahren könnte das Ziel erreicht sein, sagt Kollatz-Ahnen. Wer Berlin vor zehn Jahren eine solche Leistung vorausgesagt hätte, wäre als Tagträumer verlacht worden.

Seit 2012 schließt Berlin seine Haushalte mit Finanzierungsüberschüssen ab. Das werde auch in den kommenden Jahren gelingen, war Kollatz-Ahnen überzeugt, als er am Donnerstag die Finanzplanung Berlins für die Jahre 2017 bis 2021 vorstellte. In diesem Zeitraum erwartet er eine stetige Steigerung der Einnahmen von 26,5 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 30,3 Milliarden zum Ende der Legislaturperiode. Bei den Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr rechnen die Experten der Finanzverwaltung 2018 mit einem Plus von 6,3 Prozent, 2019 von 2,8 Prozent und 2021 von drei Prozent.

Im Bundesländervergleich ist Berlin nicht mehr Schlusslicht

Die Ausgaben liegen jeweils um einen zweistelligen Millionenbetrag unter den Einnahmen, 2018 und 2019 beträgt die Differenz ...

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