Berlin: Für einen guten Durchblick im Bahnhof Spandau

Eine neue Reinigungsmaschine putzt das 11.000 Quadratmeter Glasdach in rund 28 Stunden.

Die 45.000 Reisenden, die den Bahnhof Spandau jeden Tag nutzen, können sich freuen: Die imposanten Glasdächer dürften in Kürze einen sauberen Eindruck machen. Die Bahn hat für 75.000 Euro ein neues Reinigungsgerät angeschafft. Noch wird getestet, ob die Maschine es mit dem Dreck auf den gewölbten Dachflächen aufnehmen kann, aber eine erste Vorführung am Dienstag stellte bereits unter Beweis, dass es ganz gut funktioniert. Die Schmutzschicht auf dem Dach ist am hintersten Ende bereits sauberem Glas gewichen.

Weil es auf einem Bahnhof wie dem in Spandau wegen der Stromschienen oder der Oberleitung mit 15.000 Volt keine elektronische Reinigungsvariante sein sollte, hat sich die Bahn für ein halbautomatisches Reinigungssystem entschieden. Über ein Schienensystem mit einer Hebeanlage kurbelt der Monteur mit einem Seilzug die Bürste über die Fensterflächen. Dieses Mal von oben nach unten, beim nächsten Mal soll die Bürste in Längsrichtung über die Flächen sausen. Angetrieben wird die Bürste mit Wasser aus einem Schlauch. Ein Kompressor drückt das Wasser durch die Anlage. Ohne chemische Zusätze. Nur Wasser und Druck reinigen das Glas.

Das Schmutzwasser läuft wie Regen in die normale Entwässerung des Daches. Die Anlage ist keine Neuentwicklung. Sie wurde aus "Baukasten-Teilen" der Firma TG hyLIFT aus Gronau (NRW) zusammengestellt. Das Unternehmen ist seit fünf Jahren auf halbautomatische Reinigungssysteme spezialisiert und hat die Komponenten entsprechend den Anforderungen des Spandaue...

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