Berlin: Engelsfigur auf Berliner Dom hat ihren Triangelstab wieder

Industriekletterer reparieren am Donnerstag eine Engelskulptur an der Berliner Domkuppel

Am Donnerstagvormittag steigen zwei Industriekletterer an der Nordwestseite des Berliner Doms hinauf, um den Triangelstab von einer der sechs Engelsfiguren zu reparieren. Die Befestigung des Stabs in der rechten Engelshand hatte sich gelockert und war aufgrund des Starkregens im Juni heruntergefallen. Zwischen 150 und 260 Liter Regen fielen damals pro Quadratmeter, am meisten war Tegel, am wenigstens Schönefeld von den Wassermassen betroffen.

Den Stab hatte der Haushandwerker bei seinen Kontrollgängen bemerkt. "Wir untersuchen den Dachbereich regelmäßig, damit sich kein Schmutz in den Regenrinnen sammelt und in den Dom abfließt. Allerdings finden wir auch Hüte und Schals, die den Besuchern heruntergeweht wurden", so Dom-Sprecherin Svenja Pelzel.

Das erste Mal, seit der Eröffnung des Doms, ist etwas hinuntergefallen

Der Berliner Dom wurde zwischen 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff erbaut, Vorbilder waren die italienische Hochrenaissance und der Barock. 2008 wurde dem denkmalgeschützten Gebäude wieder sein restauriertes Kuppelkreuz aufgesetzt. Es sei das erste Mal seit der Dom-Fertigstellung 1905, dass etwas heruntergefallen sei, so Pelzel. Allein nach einem Bombenangriff im Jahr 1942 sei demselben Engel einmal die Triangel aus der Hand gerutscht.

Ausgeführt wird die Reparatur vom Team um den Dachdecker und Indus­triekletterer Thomas Michaelis, der regelmäßig für Außenarbeiten am Berliner Dom hinzugezogen wird. Er und sein Team waren auch bei der Einrichtung des Domkr...

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