Berlin: Charité-Pflegekräfte treten in einen "Aktionsstreik"

Bettenhaus der Charité in Mitte

Pflegekräfte der Charité werden am Dienstag in einen eintägigen "Aktionsstreik" treten. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Betroffen sind der OP-Bereich in Mitte sowie die Neurologie an den Charité-Standorten Wedding und Steglitz. In Mitte seien alle planbaren Operationen für diesen Tag abgesagt und verschoben worden, sagte der ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Ulrich Frei, der Berliner Morgenpost. Es handele sich um eine zweistellige Zahl von Eingriffen. Alle Notfälle würden aber versorgt, was auch die Gewerkschaft zusagte. Laut Verdi ziele der Streik weniger auf die Beeinträchtigung der Betriebsabläufe, er solle vielmehr ein symbolisches Zeichen setzen. Es könnten sich aber auch nur wenige Mitarbeiter beteiligen, denn anders als bei früheren Streiks sei es nicht gelungen, mit der Unternehmensführung eine Notdienstvereinbarung abzuschließen. Die Patientenversorgung solle nicht gefährdet werden.

Der Konflikt dreht sich um die Arbeitsbelastung von Pflegekräften. Im vergangenen Jahr wurde ein "Tarifvertrag Gesundheitsschutz" abgeschlossen, in dem es nicht um bessere Bezahlung, sondern um personelle Mindestbesetzungen auf den Stationen ging. Verdi will den inzwischen ausgelaufenen Tarifvertrag weiterentwickeln, damit er auch konkret wirksam werde. Die Gewerkschaft wirft der Charité vor, die Vereinbarungen zu unterlaufen. Sie fordert klarere Regelungen bei unterbesetzten Schichten. Daher solle die personelle Besetzung nicht nur quartalsweise überprüft und be...

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