Berlin: BVG und Charité testen fahrerlose Busse auf Klinikgelände

Das Projekt beginnt 2018 – zunächst noch mit einem Fahrer. Das soll Berlin klimafreundlicher machen.

Leise summend und mit einem Piepen setzt sich das Gefährt in Bewegung. Drinnen steht Frédéric Sartou und steuert über die Straße. "Er schafft bis zu 45 Kilometer in der Stunde", sagt der Mitarbeiter der Firma Navya über den elektronischen Kleinbus "Arma". Doch das wirklich Besondere ist: Eigentlich bräuchte es Sartou gar nicht am Steuer.

Ab 2019 sollen auf dem Campus der Charité in Mitte sowie am Virchow-Klinikum in Wedding fahrerlose Fahrzeuge Mitarbeiter, Patienten und Besucher befördern. Während kommendes Jahr nach einer Testphase zunächst noch Fahrer mit an Bord sind, ist das mittelfristige Ziel der autonome Betrieb. "Stimulate" heißt das Projekt, in dessen Rahmen Charité und Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Mobilität der Zukunft erproben wollen. Neben den Versuchen auf der Straße des 17. Juni und auf dem Euref-Gelände in Schöneberg ist es das nächste Projekt dieser Art in Berlin. Gefördert wird es vom Bundesumweltministerium.

Charité-Chef: Die überlastete Belegschaft wird entlastet

Die Charité-Gelände scheinen als Testfelder besonders geeignet. Sie sind vom öffentlichen Straßenland, wo fahrerlose Autos schon rein rechtlich gar nicht fahren dürften, abgegrenzt, dennoch gibt es dort ein Straßennetz, das Pkw, Rettungsfahrzeuge, Radfahrer, Fußgänger nutzen. Von einem "Abbild der Stadt" spricht Charité-Chef Karl Max Einhäupl. Denkbar sei, dass künftig nicht nur Personen, sondern auch Waren transportiert würden. Ziel sei nicht, durch autonomes Fahren Mitarbeiter zu entlassen, ...

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