Berlin Brettspiel Con: Warum Brettspiele wieder im Kommen sind

Johannes Jäger (l.) und Jan Cronauer

Woran denken Sie, wenn Sie "Mensch ärgere dich nicht" hören? An lange Familienabende bei Kaffee und Kuchen? An Wohnzimmer mit gemusterten Tapeten? An das laute Ticken der Uhren? "Dieses verstaubte Bild ist total überholt", findet Jan Cronauer. Zusammen mit seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner Johannes Jaeger machte er sich zur Aufgabe, das Image der Gesellschaftsspiele aufzupolieren. Seit zwei Jahren organisieren die beiden Unternehmer die "Berlin Brettspiel Con". An diesem Sonnabend startet die diesjährige Brettspiel-Messe im Kühlhaus Berlin in Kreuzberg nahe dem Park am Gleisdreieck. Zwei Tage lang können Besucher Spiele testen, an Turnieren teilnehmen und die Neuheiten der Spielewelt entdecken.

Im Vorfeld der Convention trafen wir die beiden Macher in der Wohnung von Jan Cronauer in Friedrichshain. Hier, in der dritten Etage eines Altbauhauses, wohnt und arbeitet der zweifache Familienvater. Das schlauchförmige Arbeitszimmer des 37-Jährigen gleicht einem Brettspiele-Paradies. Unzählige kleine und große Kartons stapeln sich zu bunten Türmen in den Holzregalen entlang der Wände. An die 2000 Spiele seien es insgesamt, schätzt Cronauer. Genau wisse er es aber nicht mehr. Seine Leidenschaft für die Gesellschaftsspiele entdeckte der 37-Jährige mit der Geburt seines ersten Kindes. "Als junge Eltern geht man eben nicht so viel und schon gar nicht lange aus", erzählt Cronauer. Um dennoch Zeit mit Freunden verbringen zu können, habe er angefangen, Spieleabende zu veranstal...

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