Berlin: Bonusprogramm von Air Berlin meldet Insolvenz an

Während die Verhandlungen laufen, suchen Mitarbeiter von Air Berlin schon nach Job-Alternativen

Die Kunden von Air Berlin müssen um ihre Meilen bangen. Am Freitag meldete das Vielfliegerprogramm der insolventen Airline ebenfalls Insolvenz an. Ein entsprechender Antrag sei eingereicht worden, bestätigte das Amtsgericht Charlottenburg. Aufgrund der aktuellen Situation von Air Berlin habe Topbonus keine andere Wahl gehabt, als diesen Schritt zu gehen, teilte Etihad Airways mit, der Topbonus zu 70 Prozent gehört. Das Sammeln und Einlösen von Meilen bleibe weiterhin außer Kraft.

Dem Vernehmen nach hat Air Berlin gegenüber Topbonus Verbindlichkeiten angehäuft und wird diese wegen der Pleite nicht bedienen können. Experten erwarten nun, dass die Meilen wertlos sind. Zwar könnte Etihad die Kunden über eine Art Wechselkurs mit ihren Guthaben in ihr eigenes Programm Etihad Guest überführen, einen Wertverlust werden Meilensammler aber wohl definitiv hinnehmen müssen.

Unterdessen hat sich das Kabinenpersonal von Air Berlin in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) gewandt. "Mit großer Sorge beobachten wir die Haltung der Bundesregierung zur beabsichtigten Abwicklung der Air Berlin sowie der bestehenden Arbeitsplätze", heißt es in dem Schreiben. Man vermisse jedweden Ansatz bezüglich eines geregelten Transfers der bestehenden Arbeitsverhältnisse. Insgesamt bangen rund 8000 Mitarbeiter um ihre Jobs, etwa ein Drittel davon in Berlin.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will kommende Woche mit den Betr...

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