Berlin: Betrügerische Apotheker-Bande fliegt auf

Der Gruppe wird vorgeworfen, Rezepte zunächst gefälscht und anschließend bei den Krankenkassen zur Bezahlung eingereicht zu haben.

Eine Bande geldgieriger Apotheker sowie deren Helfer sind jetzt den Ermittlern des Landeskriminalamtes ins Netz gegangen. Am Freitagmorgen hatten Polizeibeamte aus dem Bereich der organisierten Kriminalität und der Staatsanwaltschaft Berlin 20 Wohn- und Geschäftsräume in Berlin und Brandenburg durchsucht. Vier Haftbefehle konnten während der Durchsuchungen vollstreckt werden, davon zwei in einem Hotel.

Diesem Erfolg der Berliner Kriminalbeamten waren intensive Ermittlungen gegen eine Bande von zehn Männern und einer Frau im Alter von 31 bis 64 Jahren vorausgegangen.

Rezepte für hochpreisige Arzneimittel gefälscht

Unter den der Bande zuzurechnenden Personen waren auch fünf Apotheker. Den Mitgliedern wird vorgeworfen, Rezepte für hochpreisige Arzneimittel zunächst gefälscht und anschließend durch mehrere Apotheker bei den Krankenkassen zur Bezahlung eingereicht zu haben. Der mutmaßliche Schaden pro Rezept lag nach Einschätzung der Ermittler bei durchschnittlich 15.000 Euro.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll die verdächtige Gruppe einen Schaden von 3,1 Millionen Euro verursacht haben. Die Ermittler gehen aber von einem weitaus größeren Schaden aus, da nach den bislang gewonnenen Erkenntnissen die Tatverdächtigen seit etwa zehn Jahren aktiv sein sollen.

Spezialeinsatzkräfte nahmen das Paar am Freitagmorgen in einem Hotel in Treptow fest

Die Mehrzahl der durchsuchten Wohn- und Geschäftsräume befindet sich in Berlin. So inspizierten die Beamten beispielsweise Objekte am Tempelhofer Damm...

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