Berlin: Berliner Familie erhält Auszeichnung für Schwalbennester

Am Haus der Familie Rheinfeld in Gatow hängen Nester von Mehlschwalben

Spandau. Die Schwalben zwitschern und schilpen, fliegen in hohem Tempo aus ihren Nestern unter dem Dach heraus. Sie kreisen über dem Haus und fliegen davon. Wenn sie zurückkehren, tragen sie in ihren Schnäbeln Futter für den Nachwuchs, meist Mücken, Fliegen oder Blattläuse. Die Küken können noch nicht fliegen und bleiben in den Nestern, spähen hinaus und warten gierig auf die Insekten. Heidi Rheimann schaut lächelnd auf die 19 Nester unter ihrem Dach: "Vor einer Woche sind die Küken geschlüpft, Mitte August sind sie dann wieder weg."

Das Haus der Familie Rheinfeld aus Gatow wurde am Mittwoch vom Naturschutzbund Berlin (Nabu) mit dem Titel "Schwalbenfreundliches Haus" ausgezeichnet. An der Außenwand wurde eine entsprechende Plakette angebracht. Mit der Aktion möchte der Nabu auf die Gefährdung der Schwalben in Berlin aufmerksam machen und Menschen auszeichnen, die sich um eine Erhaltung der Art bemühen.

Nabu schätzt die Zahl der Brutpaare auf bis zu 7000

Die Zahl der Schwalben in Berlin geht seit Jahren zurück. Der Nabu geht derzeit von rund 5000 bis 7000 Brutpaaren aus, Tendenz sinkend. Die Hauptursache: Der Verlust von Niststätten. Obwohl es gesetzlich untersagt ist, werden jedoch immer wieder Schwalbennester von Hauseigentümern entfernt oder im Zuge von Gebäudesanierungen zerstört. "Die Schwalben haben große Schwierigkeiten, geeignete Nistplätze zu finden", sagt Melanie von Orlow, zweite Vorsitzende des Nabu Berlin.

Familie Rheinfeld heißt die Vögel dagegen willkommen. Schon seit 13 Jah...

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