Unter den Linden: Berlin siegt im Millionenstreit um Grundstück in Mitte

Die Brachfläche an der Straße Unter den Linden Ecke Glinkastraße

Zuletzt hatte die Berliner Finanzverwaltung wenig Glück vor Gericht. Im Streit um die Energienetze zog die Stadt in den vergangenen Monaten stets den Kürzeren gegen die Energiekonzerne. Aber im Ringen um eines der wertvollsten Grundstücke der Stadt konnten die Juristen von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am Freitag einen Sieg feiern. Die letzte Brachfläche am Prachtboulevard Unter den Linden geht nach einem Urteil des Landgerichtes vom Freitag zurück ans Land Berlin. Der Bonner Immobilienkonzern IVG verlor auf ganzer Linie.

Es geht um die Ecke zwischen Unter den Linden und Behrenstraße entlang der Glinkastraße neben der Komischen Oper in Mitte. Im Jahr 2000 hatte Berlin das freie Areal inklusive des am Linden-Boulevard gelegenen Verwaltungsgebäudes der Oper verkauft. Der Preis damals: 55 Millionen DM, etwa 28 Millionen Euro.

Berlin könnte finanziellen Gewinn erzielen

Indem der Deal nun quasi rückabgewickelt wird, dürfte Berlin einen erheblichen finanziellen Gewinn erzielen. Denn das Filetgrundstück ist in Zeiten der Immobilienbonanza in der Hauptstadt heute je nach der dort genehmigten Nutzung sicher das Zwei- bis Dreifache wert als im Jahr 2000. Deshalb wird erwartet, dass die IVG Berufung beim Kammergericht gegen das Urteil einlegen wird. Offiziell sagte ein IVG-Sprecher am Freitag, man werde die schriftliche Urteilsbegründung prüfen und danach entscheiden.

Nach Überzeugung des Landgerichtes hatte das Land Berlin aber das Recht, von dem vor 17 Jahren vor dem späteren...

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