Verkehr in Berlin: In Berlin wird Deutschlands teuerste Autobahn gebaut

Der 3,2 Kilometer lange 16. Bauabschnitt der Stadtautobahn (A100) soll einmal vom bestehenden Autobahndreieck Neukölln bis zum Treptower Park führen

In Berlin wird an einem der umstrittensten, sicher aber teuersten Straßenprojekte der deutschen Geschichte gearbeitet. Für den nur 3,2 Kilometer langen 16. Bauabschnitt der Stadtautobahn (A100), der einmal vom bestehenden Autobahndreieck Neukölln bis zum Treptower Park führen soll, sind stolze 473 Millionen Euro veranschlagt. Jeder einzelne Meter Straße würde etwa 150.000 Euro kosten – ein bundesweit wohl einsamer Spitzenwert.

Doch noch mehr als über die Kosten wird in der Hauptstadt bis heute über den Sinn der A100-Verlängerung gestritten. Während die Befürworter vor allem auf die dringend notwendige bessere Verkehrserschließung der östlichen Bezirke von Berlin verweisen, sehen Kritiker darin ein Festhalten an einer einseitig aufs Auto ausgerichteten Verkehrspolitik aus den 60er-Jahren. Damals wurde ein zweiter, innerer Autobahnring geplant, der wegen der Teilung nur im Westen der Stadt gebaut werden konnte.

Verkehrspolitik von Dobrindt ist für Steuerzahler teuer

Debatte über das Projekt spaltet die Politik

Bild Nr. 1:

Die Debatte über das Projekt spaltet seit Jahren auch die Politik: Während CDU und FDP – unterstützt von der heimischen Wirtschaft – sich stets für einen Weiterbau der A100 aussprachen, leisteten Grüne und Linke vehement Widerstand. Für die SPD sorgte das Thema 2010 gar für eine Zerreißprobe, am Ende setzten sich bei einem Parteitag die vom damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit angeführten Bau-Befürworter knapp durch. Im Mai 2013 erfolgte dann tatsächlich der ers...

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