Nahverkehr : Die Bahn will dem Winter diesmal trotzen

Bahn-Mitarbeiter fetten an einem Talent-Triebwagen die Kupplung ein. Die Züge werden fit für den Winter gemacht

Berlin.  Die Bahn hat sich in den vergangenen Wochen nicht gerade wetterfest gezeigt. Erst legte Anfang Oktober das Orkantief "Xavier" fast den gesamten Bahnverkehr in Deutschland lahm, kurz darauf schob "Herwart" die Züge vor allem im Osten und Norden des Landes tagelang aufs Abstellgleis.

Auf die Unbilden des Winters sieht sich die Bahn besser vorbereitet. So lautete die Kernbotschaft des bundeseigenen Unternehmens, das am Donnerstag zu einem Vor-Ort-Termin nach Lichtenberg eingeladen hatte. Auf dem Werkstattgelände neben dem Fern- und S-Bahnhof lässt die Bahntochter DB Regio Züge warten, die im Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg eingesetzt werden. Rund 200 Fahrzeuge gehören zur Flotte, darunter 45 moderne Talent-Triebwagenzüge, aber auch 20 E-Loks und rund 100 ältere Doppelstockwagen, wie sie etwa auf den Regionalexpresslinien RE3 (Elsterwerda–Berlin–Schwedt/O.) oder RE5 (Lutherstadt Wittenberg–Berlin–Rostock/Stralsund) unterwegs sind. "Winterfestmachung" nennt sich das Programm, mit dem die Bahn seit Anfang September ihre Züge auf den Einsatz bei Eis und Schnee vorbereitet.

"Für jedes Fahrzeug gibt es da spezielle Vorgaben", sagte Björn Rothe, in Lichtenberg Chef der Einsatzleistelle. Mit Hilfe eines Geräts namens "Sandfloh" werden etwa bei den Talent-Triebwagen die Sandbehälter aufgefüllt. Der Quarzsand wird bei Bedarf auf rutschige oder vereiste Schienen gestreut, das verbessert die Haftung zwischen Rad und Schienenkopf und damit das Bremsverhalten des Zuges. Ebenso wichtig...

Lesen Sie hier weiter!