Berlin: Babyboom in Berlin: Mehr Plätze in Geburtskliniken benötigt

Die Hebamme Christine Schuppe aus dem Geburtshaus Charlottenburg mit einer werdenden Mutter

Berlin erlebt seit einigen Jahren einen Babyboom. Das ist schön, offenbart aber auch Schattenseiten. Schwangere haben es schwer, eine Hebamme zu finden. Geburtsstationen und Kreißsäle in Kliniken sind am Rande ihrer Kapazitäten, Hebammen überlastet. Im vergangenen Jahr wurden so viele Kinder in der Hauptstadt geboren wie seit der Wiedervereinigung nicht, exakt 42.618, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) mitteilte. Am Freitag lud Kolat rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Geburtskliniken, Hebammen, Krankenkassen, Ausbildungsstätten und der Verwaltung zu einem ersten runden Tisch, um über die Situation der Geburtshilfe in der Stadt zu beraten.

Die Gesundheitssenatorin stellte beim runden Tisch die Ergebnisse einer aktuellen Abfrage bei den 19 Berliner Geburtskliniken vor. Die Klinken seien gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt, erläuterte Kolat. Ein durchaus überraschendes Ergebnis der Abfrage: Nach dem Rekord 2016 wird die Geburtenzahl in diesem Jahr voraussichtlich leicht sinken. Die Hochrechnung sagt rund 41.100 Geburten voraus. Dennoch bleibt das Niveau hoch.

Frauen sollen weniger besuchte Geburtskliniken besuchen

"Wir werden gemeinsam die nötigen Kapazitäten für dieses Wachstum bereitstellen", kündigte Kolat an. Acht der 19 Kliniken haben laut der Abfrage auf den Boom bereits reagiert und begrenzen die Zahl der Anmeldungen, vier weitere planen dies. So sollen Frauen dazu motiviert werden, sich frühzeitig eine weniger frequentierte Geburtsklinik zu such...

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