Berlin: Attila Hildmann: Der vor Wut kocht

Hildmann mit Kalb

Zum Schluss stand der Koch mit dem Messer da, hinter sich ein zitterndes Kalb und eine verwirrte Ziege, die für die Aktion eigens herangefahren worden waren. Attila Hildmann, Kochbuchautor und seit dem Frühjahr Betreiber eines veganen Imbisses in Charlottenburg, hielt das Messer drohend in der Hand, vor sich rund 30 Journalisten: "Wer traut sich, das Kalb zu schlachten?"

Es war der Höhepunkt einer PR-Aktion, die Hildmann (36) als Reaktion auf eine schlechte Restaurantkritik gestartet hatte. Der Berliner "Tagesspiegel" hatte das "manschige Fast Food" verrissen. Hildmann reagierte mit einem Wutausbruch auf Facebook: "Ich freue mich, dass ich Sie nicht erkannt habe, sonst hätte ich Ihnen meine Pommes in Ihre Wannabe-Journalistinnen-Visage gestopft." Es war nicht das erste Mal, dass Hildmann sich in gezielter Grenzüberschreitung übte. Im Juli hatte er in einem Video der "Berliner Zeitung" seinen extrascharfen Burger damit beworben, wegen der Schärfe habe zweimal der Notarzt gerufen werden müssen.

Natürlich gehe es nicht um verletzte Eitelkeit, sondern um Tiere

Am gestrigen Mittwoch nun die Kehrtwende: Der Wutkoch lud die Medien zum Burger-Test. "Wenn die Mehrheit meine veganen Bio-Burger schlechter als Fleischburger findet, esse ich vor Ort ein Steak vom Rind." Begleitet wurde die Einladung mit einem Foto, auf dem er eine Pumpgun im Anschlag hält: Kein Journalist müsse Bodyguards mitbringen: "Ich werde ruhig bleiben, es sei denn, sie schreiben oder sagen wieder irgendeine Scheiße, d...

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