Berlin: Abheben, um auf dem Boden zu bleiben

Sarah Borufka beim Gleitschirmfliegen

Um es gleich zu sagen: Am Ende wird mir vieles, was mich sonst sehr beschäftigt, ungefähr drei Stunden lang komplett egal sein. Unter anderem auch deswegen, weil mir in diesen Stunden sehr übel ist.

Der Tag beginnt und endet in der Regionalbahn RB 33, die Berlin mit Jüterbog verbindet. So eine Schnapsidee, denke ich, als ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Altes Lager mache. Dort wartet ein Tandemflug mit Martin Ackermann auf mich. Er leitet dort die Flugschule "FlyMagicM". Ich denke zurück an meinen Urlaub in Rom, wo ich mit zittrigen ­Knien und flauem Magen auf der Kuppel des Petersdoms stand und vorsichtig über die Brüstung lugte. Ja, wirklich ein toller Ausblick. Ich war trotzdem froh, als ich die Stadt wieder ebenerdig erkunden konnte.

Um mich von meiner Nervosität abzulenken, schaue ich aus dem Fenster und versuche, mich auf die Details der Landschaft zu konzentrieren. Wie schön es doch aussieht, wenn der Wind durch die Blätter eines Baumes fährt, denke ich. Heute sei ein perfekter Tag fürs Fliegen, sagte Ackermann vorhin am Telefon. Es ist warm, aber nicht heiß, etwas windig, aber nicht zu sehr, und was für ein Wunder: Gerade prasselt auch kein Starkregen vom Himmel. Dafür kann man in diesem Jahr ja schon dankbar sein.

Wo aber geht es hier in Richtung Osten?

Die erste Herausforderung ist dann, die Flugschule überhaupt zu finden. Nach zehn Minuten vom Bahnhof Altes Lager mit dem Rad biege ich links auf einen ehemaligen Militärflugplatz ab. Er hat eine bewegte Geschichte: ...

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