Überlebenskünstler: So trotzen Feuerameisen Hurricane Harvey

Überlebenskünstler: So trotzen Feuerameisen Hurricane Harvey

Hurricane Harvey sorgte in Texas für heftige Überschwemmungen. Von der Katastrophe sind aber nicht nur die menschlichen Bewohner der USA betroffen – sondern auch Insekten. Aufnahmen stellen unter Beweis, was für Überlebenskünstler die Tiere sind.

Fotos von Feuerameisen nach Hurricane Harvey zeigen einen beeindruckenden Überlebensinstinkt der kleinen Krabbeltiere: Um den Fluten zu trotzen, bauten sie aus ihren eigenen Körpern Mini-Flöße. Auf dieser Oberfläche können sich einige Insekten frei bewegen, sich um die Eier kümmern und so den Fortbestand der Kolonie sichern.

Das Verhalten stellt für einige Experten eine echte Überraschung dar. "Heiliger Strohsack. In meiner gesamten Karriere, als Ameisen-Forscher, habe ich so etwas noch nicht gesehen", kommentierte Biologe Alex Wild von der University of Texas einen Twitter-Beitrag, der dieses Phänomen per Kamera festhielt.

Entomologen zufolge ist dieses Verhalten keineswegs ungewöhnlich, lediglich das Ausmaß nach Hurricane Harvey sei beeindruckend. Dabei gehen die Feuerameisen ziemlich clever vor – sie umarmen einander und nutzen dabei gekonnt ihre wachsartigen, wasserfesten Körper aus, damit kein Wasser durchdringt. An einigen Stellen lassen sie etwas Luft, damit das Floß treiben kann.

"Alle Insekten treiben, auch denen im Wasser geht es gut", sagt Professor Jim Hardie von der Royal Entomological Society BBC. "Sie haben an alles gedacht, sogar an Hurrikans. Das sind harte Kerle", zeigt sich der Forscher beeindruckt. Die Königin und die Eier sind oben ohnehin in Sicherheit.

Wie es für die Mini-Überlebenden nach Hurricane Harvey weitergeht, scheint bereits festzustehen: Die Flöße können mehrere Wochen stabil bleiben. Sobald sie trockenes Land erreichen, werden die Feuerameisen ihre Kolonie wieder aufbauen.