Berkshire Hathaway & Warren Buffett: Old School = Gold School?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Buffett
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Warren Buffett dürfte sich selbst vermutlich als ziemlich Old School bezeichnen. Insbesondere bei seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) geht das Orakel von Omaha so vor, wie auch bereits seit Jahren und Jahrzehnten. Starke Geschäftsmodelle stehen im Vordergrund sowie Wettbewerbsvorteile, solide Cashflows und eine faire Bewertung.

Dieser Ansatz ist zugegebenermaßen zuletzt nicht unbedingt beliebt gewesen. Allerdings könnte sich das gerade ändern. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, warum bei Warren Buffett und Berkshire Hathaway aus Old School plötzlich wieder die Gold School werden könnte. Wobei das mit dem Edelmetall selbst natürlich wenig zu tun hat.

Warren Buffett & Berkshire Hathaway: Old School ist in

Wie wir jedenfalls mit Blick auf das Vorgehen von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway erkannt haben, hat sich in den letzten Wochen, Monaten und zwei, drei Quartalen wenig verändert. Die Käufe, die das Orakel von Omaha bei fremden Beteiligungen getätigt hat, sind vor allem Old School. Insbesondere im Ölsegment oder bei Industrieaktien hat das Orakel von Omaha investiert. Sowie teilweise im Bereich des Gesundheitswesens, wo der Starinvestor günstige Einstiegschancen identifiziert hat. Neben den exorbitant hohen Aktienrückkäufen, da die Bewertung von Berkshire Hathaway günstig schien.

Oder anders gesagt: An dem Ansatz von Warren Buffett hat sich zuletzt kaum etwas verändert. Ja, es hat rein mengenmäßig sogar nicht einmal den ganz großen Wurf gegeben. Die Aktienrückkäufe sind zuletzt weiterhin die größte Kapitalmaßnahme des Orakels von Omaha gewesen. Wirklich sehr beeindruckend.

Und trotzdem gibt es eine Veränderung: Die Aktie von Berkshire Hathaway ist im Moment nämlich im Begriff zu steigen. Seit Jahresanfang konnte die B-Aktie der Beteiligungsgesellschaft so beispielsweise von 228 US-Dollar auf das derzeitige Niveau von 258 US-Dollar klettern. Das entspricht immerhin einem Plus von ca. 13,2 % seit Jahresanfang und könnte ein Indikator dafür sein, dass Old School inzwischen wieder ziemlich beliebt ist.

Keine Veränderung, nur bei der Perspektive

Bei Warren Buffett und Berkshire Hathaway hat es entsprechend keine Veränderung gegeben. Wohl aber bei der Wahrnehmung der Investoren auf den breiten Markt. Viele trend- und wachstumsstarke Aktien sind zuletzt deutlich korrigiert. Das wiederum führt zu einem vermehrt auf Value-Aspekte ausgerichteten Ansatz.

Genau hier kann das Orakel von Omaha liefern: Bei Berkshire Hathaway geht es schließlich darum, langfristig orientiert solide Gewinnrenditen zu generieren. Sowie den Wert des Portfolios konsequent zu steigern. Das ist ein ziemlich werthaltiges Investieren, das augenscheinlich jetzt wieder en vogue ist.

Warren Buffett und die Aktie von Berkshire Hathaway könnten daher jetzt womöglich davon profitieren, dass sich die Sichtweise verändert. Das ist zwar alleine kein Grund, die Aktie zu kaufen, zeigt jedoch, dass der Ansatz des Starinvestors eigentlich sehr zeitlos ist.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2021