Berichtssaison nimmt Fahrt auf - Schwerstarbeit für den DAX

Thomas Bergmann
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SAP bleibt nach dem Kauf ein Kauf

Trotz guter Vorgaben von der Wall Street wird der DAX zum Handelsstart uneinheitlich erwartet. In Asien hatten die Börsen uneinheitlich tendiert, und in Europa gibt es reihenweise Zahlen - unter anderem SAP - zu bewerten. Aus technischer Sicht fehlen dem deutschen Leitindex aber nur wenige Zähler bis zum nächsten starken Kaufsignal.

In Australien, Singapur und Malaysia ging es am Mittwochmorgen moderat aufwärts, während die übrigen asiatischen Länderindizes zumeist leicht nachgaben. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, lag um 6.35 Uhr MESZ 0,1 Prozent im Plus. In Tokio verlor der Nikkei 225 Index ein paar Punkt. Elektronikwerte waren nach soliden Ergebnissen von IBM und ASML die größten Gewinner.

WTI-Öl setzt Preiserholung fort

In den USA sind laut Daten der staatlichen Energy Information Administration die Benzinvorräte in der Vorwoche aufgrund robuster Nachfrage gesunken, während die Rohöllagerbestände zugenommen haben. Unterdessen berät sich die OPEC mit Anwälten, um sich gegen US-Pläne einer Gesetzgebeung, die Klagen gegen das Kartell erlauben würde (NOPEC), zu wappnen, wie Bloomberg von Insidern erfahren hat.

Der Goldpreis hat weiter nachgegeben und liegt im Bereich seines 52-Wochen-Tiefs. Die Äußerungen von Fed-Chef Powell zu Beschäftigung und Inflation, lassen vermuten, dass die Notenbank im September erneut die Zinsen anheben wird. Das schadet der Attraktivität von Gold.

DAX mit Blick auf GD200

Die technische Verfassung des DAX hat sich in den letzten Tagen deutlich verbessert. Ein zusätzlicher Kaufimpuls käme durch ein Überwinden der 200-Tage-Linie, die bei 12.777 Punkten verläuft. In diesem Fall wäre der Weg bis minestens 13.000 Punkte frei, eher noch bis 13.170/200 Zähler. DER AKTIONÄR will aber noch abwarten, ob der DAX den GD200 zurückerobern kann. Eine entsprechende Handlungsanweisung erhalten Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR (30/2018).