Berichte: Bundeswehr-Luftbrücke aus Afghanistan könnte schon Freitag enden

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Ankunft eines Bundeswehr-Evakuierungsfliegers in Taschkent (Bild: Marc Tessensohn/Bundeswehr)
Ankunft eines Bundeswehr-Evakuierungsfliegers in Taschkent (Bild: Marc Tessensohn/Bundeswehr)

Angesichts des bevorstehenden US-Truppenabzugs aus Afghanistan könnte Medienberichten zufolge die Bundeswehr ihre Evakuierungsflüge bereits in dieser Woche beenden. Die ARD und das Portal Business Insider berichteten am Mittwoch von einem möglichen Ende schon am Freitag. CDU-Außenpolitiker wollten diesen Termin zunächst nicht bestätigen.

Die ARD berichtete unter Berufung auf Angaben der Bundeswehr und des Auswärtigen Amts in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, dass die deutsche Luftbrücke nach gegenwärtiger Planung wohl am Freitag oder Samstag eingestellt werde. Laut einem Bericht von Business Insider soll die letzte Bundeswehr-Maschine am Freitag aus Kabul nach Taschkent fliegen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte dazu am Mittwoch, er könne Medienberichte dazu weder dementieren noch bestätigen.

Union: Abhängigkeit von USA

Der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), konnte dies im ZDF-"Morgenmagazin" nicht bestätigen. Klar sei aber, dass bei einem Abzug der USA am 31. August deren Partner zwei bis drei Tage vorher aus Afghanistan heraus müssten. Deshalb sei es ganz wichtig, dass afghanische Ortskräfte auch danach ausreisen könnten. Es gehe deshalb darum, mit den radikalislamischen Taliban zu verhandeln.

Auch der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), wollte ein Ende der Bundeswehr-Luftbrücke am Freitag nicht bestätigen. "Es bleibt unser Ziel, diese Operation möglichst lange durchzuführen, um möglichst viele Personen in Richtung Usbekistan zu evakuieren", sagte Hardt im Südwestrundfunk. Die Gespräche dazu liefen auf allen Ebenen.

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