Bericht: US-Elitesoldaten unterstützen Riad im Kampf gegen Huthi-Rebellen

Angeblicher Abschuss einer Rakete im Jemen-Konflikt

Die US-Armee hat laut einem Zeitungsbericht vor einigen Monaten Spezialkräfte zur Unterstützung von Saudi-Arabien im Kampf gegen die jemenitischen Huthi-Rebellen entsandt. Die rund ein Dutzend Elitesoldaten der Einheit Green Berets seien auf der saudiarabischen Seite der Grenze zum Bürgerkriegsland Jemen im Einsatz, berichtete am Donnerstag die "New York Times". Zu ihren Aufgaben gehöre es, beim Aufspüren und Vernichten geheimer Raketenlager und -stellungen der Rebellen zu helfen.

Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass die US-Soldaten die Grenze zum Jemen überschritten hätten, hieß es in dem Bericht, der sich auf Angaben von US-Regierungsmitarbeitern und europäischen Diplomaten berief. Der Bericht deutet gleichwohl darauf hin, dass die USA inzwischen stärker in den Bürgerkrieg im Jemen involviert sind als bekannt war.

Die Green Berets wurden laut "New York Times" im Dezember in das Grenzgebiet zum Jemen entsandt. Sie helfen demnach den saudiarabischen Streitkräften auch bei der Absicherung der Grenze.

Das Pentagon wollte den Bericht nicht im Detail kommentieren. Die US-Unterstützung für die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen beschränke sich auf Aktivitäten, die keine Kampfansätze seien, sagte Armeesprecher Adrian Rankine-Galloway. Er nannte neben der Grenzsicherung auch den Austausch von Geheimdienstinformationen.

US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt die traditionelle Allianz der Vereinigten Staaten mit Saudi-Arabien erneuert und verstärkt. Vereint ist er mit Riad vor allem in der vehementen Gegnerschaft zum Iran. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die Huthi-Rebellen im Jemen militärisch zu unterstützen und mit Waffen zu versorgen. Teheran bestreitet das.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpft seit 2015 im Jemen gegen die Huthi-Rebellen, die weite Teile im Norden und Westen des Landes beherrschen. Riad steht an der Seite des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit Beginn des Konflikts wurden fast 10.000 Menschen getötet, die humanitäre Lage ist katastrophal.