Bericht: SPD gewinnt seit Bundestagswahl mehrere tausend Mitglieder

Die SPD kann sich über Mitgliederzuwachs freuen

Die SPD hat trotz der Niederlage bei der Bundestagswahl mehrere tausend Mitglieder hinzugewonnen. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.) verzeichnete die Partei allein seit dem 24. September knapp 4160 Online-Beitritte. Seit Anfang des Jahres gab es demnach sogar mehr als 25.000 Neumitglieder. Die SPD ist mit rund 442.800 Anhängern nach wie vor die mitgliederstärkste Partei in Deutschland.

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles forderte eine neue Sprache in ihrer Partei. "Wir müssen als SPD an unserer Sprache arbeiten. Sie muss klarer und emotionaler sein, so wie in der Kaffeepause im Büro gesprochen wird", sagte Nahles der "Bild am Sonntag".

Die in der Partei gebräuchliche Sprache sei "oft viel zu technisch", fügte Nahles hinzu. Als Beispiel nannte sie, dass die SPD immer nur die Zahl 48 Prozent genannt habe, als es um ein gerechtes Rentenniveau ging. "Damit können die Menschen nichts anfangen", räumte Nahles ein.

Die Fraktionschefin stört sich auch an dem in der SPD beliebten Begriff der "kleinen Leute". Dieser Begriff behandele die Menschen von oben herab. "Die Menschen brauchen keine Floskeln, sondern Antworten auf ihre konkreten Probleme und berechtigten Sorgen", sagte Nahles.

Deshalb habe sie als eines ihrer ersten Projekte im Amt der Fraktionsvorsitzenden die Aktion "Fraktion im Dialog" angestoßen. Abgeordnete würden im November wieder raus auf die Straße und von Tür zu Tür gehen. "Das darf nicht nur im Wahlkampf stattfinden."