Bericht: PepsiCo verlangt von Edeka und Rewe 30 Prozent mehr für Cola und Chips

Seit Monaten liefern sich US-Konzerne einen Preiskampf mit deutschen Supermarktketten. Nun will auch PepsiCo von Edeka und Rewe mehr Geld für Cola und andere Artikel, so die
Seit Monaten liefern sich US-Konzerne einen Preiskampf mit deutschen Supermarktketten. Nun will auch PepsiCo von Edeka und Rewe mehr Geld für Cola und andere Artikel, so die

Nicht nur die Kunden an der Kasse müssen für Lebensmittel tiefer in die Tasche greifen. Auch für die deutschen Handelsriesen wird der Einkauf von Markenartikeln immer teurer. Sie liefern sich seit Monaten harte Preiskämpfe mit US-Konzernen. Laut "Bild"-Zeitung verlangt der Hersteller PepsiCo von Edeka und Rewe jetzt 30 Prozent mehr Geld für Softdrinks und Kartoffelchips der Marke "Lay's".

"Für 2023 liegen uns wieder massive Preisforderungen der großen Markenkonzerne auf dem Tisch", sagte Edeka-Chef Markus Mosa der Zeitung. "Dagegen wehren wir uns." Ein Sprecher des genossenschaftlich organisierten Einzelhändlers erklärte: "Die Pepsi-Cola (1,5l-Flasche) kostet aktuell 1,19 Euro. Bereits im Sommer 2022 mussten wir den Verkaufspreis um 20 Cent erhöhen." Dem Bericht zufolge fordern PepsiCo und andere Marken von Edeka insgesamt 1,2 Milliarden Euro mehr.

Zuletzt hatten deutsche Supermarktketten mit Coca Cola und Mars um den Preis für ihre Produkte gerungen. Kunden standen teilweise vor leeren Regalen. Ein Ende der Auseinandersetzungen scheint nicht in Sicht zu sein. "Wir haben allein in Deutschland als Rewe Group für das erste Quartal von Markenartikeln Preiserhöhungen im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro auf dem Tisch liegen“, sagte Rewe-Chef Lionel Souque kürzlich dem "Spiegel".

Er warnte die Markenhersteller aus den USA. "Die Kunden haben eine Schmerzgrenze beim Preis, wenn die überschritten ist, lösen sie sich auch von liebgewonnenen Marken. Das werden viele Multis zu spüren bekommen", sagte Souque. Er und andere Händler setzen nun verstärkt auf Eigenmarken. Zwar steigen auch bei diesen die Preise, doch in der "Bild"-Zeitung rät der Verbraucherschützer Armin Valet zu den No-Name-Artikeln: "Die Eigenmarken der Handelsketten sind eine preiswerte Alternative für die Produkte der großen Hersteller, obwohl ihre Preise in den letzten Monaten prozentual meist noch stärker gestiegen sind als bei Markenprodukten."

Edeka und Rewe dominieren mit ihren Märkten den Lebensmittelhandel in Deutschland gemeinsam mit der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und Aldi, wobei Edeka seit Jahren der Branchenführer ist. 2021 erwirtschaftete der Verbund, zu dem auch der Discounter Netto gehört, mit seinen mehr als 11.000 Märkten einen Umsatz von 62,7 Milliarden Euro.

Fu

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