Bericht: Nissan und Renault wollen komplett fusionieren

Autokonzerne laut Bloomberg-Bericht in Verhandlungen

Die Autokonzerne Renault und Nissan wollen einem Bericht zufolge fusionieren. Das französische und das japanische Unternehmen, die bereits seit 1999 eine enge Partnerschaft pflegen, verhandeln derzeit über eine komplette Fusion, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Quellen berichtete, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Das neue Unternehmen könnte demnach einen doppelten Hauptsitz in Tokio und Paris haben.

Bloomberg zufolge wurde bislang aber keine Entscheidung gefällt und es besteht das Risiko, dass die seit Monaten laufenden Gespräche letztlich scheitern. Dem Bericht zufolge werden die Verhandlungen von Renault-Chef Carlos Ghosn geführt, der auch die Allianz zwischen Renault und Nissan leitet. Eer würde demnach auch das neue Unternehmen anführen.

Einer Fusion müssten auch Frankreichs Regierung, die Anteile von 15 Prozent an Renault hält, sowie die japanischen Behörden zustimmen. Derzeit hat Renault aufgrund der Partnerschaft einen Anteil von 43 Prozent an Nissan. Der japanische Autohersteller besitzt 15 Prozent der Renault-Gruppe.

Beide Unternehmen gaben auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP an, "Gerüchte und Spekulationen" nicht zu kommentieren. An der Börse in Paris wurden ebendiese Gerüchte allerdings positiv aufgenommen: Die Renault-Aktie legte um 4,55 Prozent auf 97,35 Euro zu. Die Börse in Tokio war zum Zeitpunkt des Bloomberg-Berichts geschlossen.