Bericht: Mattes soll spätestens im April Wissmann als VDA-Chef ablösen

Der frühere Chef von Ford Deutschland, Bernhard Mattes, soll einem Zeitungsbericht zufolge spätestens zum 1. April neuer Präsident des Verbands der deutschen Automobilwirtschaft werden

Der frühere Chef von Ford Deutschland, Bernhard Mattes, soll einem Zeitungsbericht zufolge spätestens zum 1. April der neue Präsident des Verbands der deutschen Automobilwirtschaft (VDA) werden. Darauf hätten sich führende Mitglieder des VDA-Vorstands geeinigt, berichtete die "Rheinische Post" am Mittwoch. Der Vertrag mit dem bisherigen Präsidenten Matthias Wissmann werde nicht verlängert.

Wissmann werde am 30. Januar zum letzten Mal die Vorstandssitzung des VDA leiten und an demselben Abend zum letzten Mal den traditionellen Neujahrsempfang eröffnen, berichtete die Zeitung weiter. Mattes solle möglichst zeitgleich mit einer neuen Bundesregierung im Amt sein.

Wissmann hatte Ende November erklärt, er wolle Anfang des Jahres den Weg für einen Wechsel an der VDA-Spitze freimachen. Sein Vertrag laufe noch bis Frühjahr 2018 und er werde ihn "mit Freude und Engagement erfüllen", sagte er der Zeitschrift "Motorwelt" des ADAC. "Doch dann ist es auch gut." Zuvor hatte es Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung Wissmanns bereits im Herbst gegeben - demnach wünschte sich die Industrie eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung für die Debatte über Verbrennungsmotoren und mögliche Fahrverbote.

Wissmann ist seit 2007 Chef des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und damit Deutschlands oberster Autolobbyist. Der VDA gruppiert rund 600 Unternehmen, darunter eine Reihe von Herstellern und Zulieferern.