Bericht: Kosten für aufgeteilten Regierungssitz in Berlin und Bonn gestiegen

Der Überschuss der öffentlichen Haushalte hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, lag das Plus nach vorläufigen Ergebnissen in den Kern- und Extrahaushalten 2017 bei 61,9 Milliarden Euro

Der aufgeteilte Regierungssitz in Berlin und Bonn ist einem Bericht zufolge innerhalb von zwei Jahren um eine halbe Million Euro teurer geworden. Zwischen 2015 und 2017 stiegen die Kosten von knapp 7,5 auf etwa 7,9 Millionen Euro, wie die "Berliner Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf den Teilungskostenbericht des Bundesfinanzministeriums berichtete. Der Bericht wird alle zwei Jahre erstellt.

Der Anstieg lag demnach vor allem an den durch die Aufteilung bedingten Dienstreisen: Deren Zahl erhöhte sich dem Bericht zufolge um 405 auf 22.330. Die Ausgaben für diese Dienstreisen seien um 625.000 Euro auf 5,3 Millionen Euro gestiegen.

Als Gründe für die Zunahme der Dienstreisen wurden dem Bericht zufolge projektbezogene Anlässe, die Neubesetzung von Stellen in Bonn oder die Einrichtung einer neuen Abteilung an beiden Dienstorten angeführt.

Allerdings gebe es bei einigen Ressorts weniger Dienstreisen und trotzdem höhere Kosten - laut den Betroffenen als Folge der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin. Dies habe zur Folge gehabt, dass Beamte auf teurere Linienflüge beziehungsweise auf Bahn und Auto hätten ausweichen müssen, berichtete die Zeitung aus dem Ministeriumsbericht.

Fast 70 Prozent der Planstellen bei den Ministerien würden sich aber inzwischen in Berlin befinden; das Verhältnis habe im Jahr 2000 noch bei 40 Prozent in Berlin zu 60 Prozent in Bonn gelegen.