Bericht: Inklusionsquote an deutschen Schulen steigt

Die Inklusionsquote an deutschen Schulen ist einem Bericht zufolge zuletzt weiter gestiegen. Gut 41 Prozent aller Schüler mit Förderbedarf hätten im zu Ende gehenden Schuljahr eine Regelschule besucht, berichtete die "Rheinische Post"

Die Inklusionsquote an deutschen Schulen ist einem Bericht zufolge zuletzt weiter gestiegen. Gut 41 Prozent aller Schüler mit Förderbedarf hätten im zu Ende gehenden Schuljahr eine Regelschule besucht, berichtete die "Rheinische Post" aus Düsseldorf am Dienstag unter Berufung auf eine Abfrage bei allen Bundesländern. Die Inklusionsquote stieg demnach binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent.

Die Linke kritisierte jedoch, der Schein der steigenden Inklusionsquote trüge: "Diese steigt unter anderem, weil immer mehr Schülern ein Förderbedarf bescheinigt wird", erklärte die Expertin der Linken für Behindertenpolitik, Katrin Werner. "Demgegenüber bleibt die Quote der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, die an einer Förderschule unterrichtet werden, seit Jahren relativ stabil."

Erhebliche Unterschiede zeigen sich dem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge zwischen den einzelnen Bundesländern. Spitzenreiter ist demnach Bremen mit einer Quote von 88,9 Prozent, das Schlusslicht ist Hessen mit 26,8 Prozent. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liege mit einer Quote von 40,5 Prozent im Durchschnitt. Hoch seien die Quoten in sämtlichen Stadtstaaten, im Osten liege kein Land über 50 Prozent.