Grüne kritisieren schlechtere KfW-Förderbedingungen für energieeffizientes Bauen

"Schlag ins Gesicht all derer, die klimafreundlich bauen wollen"

Die Grünen kritisieren Änderungen bei den Förderprogrammen für energieeffizientes Bauen und Sanieren der staatlichen KfW-Bank: Ab dem 17. April sind beim Programm "Energieeffizient Sanieren" keine kostenlosen Sondertilgungen mehr möglich, beim Programm "Energieeffizient Bauen" fällt die Zinsbindung von maximal 20 auf zehn Jahre, und bei beiden Programmen wird der Zeitraum, in dem für noch nicht abgerufene Darlehen keine Zinsen anfallen, von zwölf auf sechs Monate verkürzt.

Die Förderbegindungen würden damit verschlechtert, erklärte der Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Grünen, Christian Kühn. Dies sei "ein Schlag ins Gesicht all derer, die klimafreundlich bauen, sanieren und wohnen wollen", sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe).

Das Bauministerium erklärte in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, bei den Änderungen handle es sich lediglich um "Nebenbedingungen". Ziel sei, die "Planbarkeit des Mittelverbrauchs aus dem Bundeshaushalt" zu erhöhen" und "mehr Einheitlichkeit" zu schaffen. Zudem orientierten sich die Förderprogramme dann stärker an marktüblichen Kreditkonditionen.

Das Ministerium betonte in seiner Antwort, dass die Programme "einen wichtigen Beitrag für die Erreichung der Klima- und Energieziele" leisten. Das liege vor allem an den "attraktiven" Hauptbedingungen: zinsgünstigen Krediten in Kombination mit Tilgungszuschüssen.

Die KfW hat laut ihrem Jahresbericht 2017 im Bereich Wohnen Förderzusagen in Höhe von 18,9 Milliarden Euro gemacht - die beiden Programme zum energieeffizienten Bauen oder Sanieren waren dabei sehr gefragt.