Bericht: EVP-Franktionschef Weber bringt sich für Europawahl in Stellung

Ein Jahr vor der Europawahl bringt sich Manfred Weber (CSU) einem Medienbericht zufolge als Spitzenkandidat für die Europawahl im kommenden Jahr in Stellung

Ein Jahr vor der Europawahl bringt sich Manfred Weber (CSU) einem Medienbericht zufolge als Spitzenkandidat für die Europawahl in Stellung. "Den Kommissionschef zu stellen, so eine Chance gibt es für die CSU so schnell nicht wieder", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament laut einer Vorabmeldung des "Spiegel" vom Freitag bei einem Treffen mit Parteifreunden. CSU-Chef Horst Seehofer stehe einer Spitzenkandidatur Webers aufgeschlossen gegenüber, hieß es in dem Bericht weiter.

Gegenüber dem "Spiegel" wollte Weber eine mögliche Kandidatur weder bestätigen noch dementieren. "Die Frage stellt sich jetzt nicht", sagte er demnach. Das Magazin zitierte Parteifreunde, denen zufolge Weber auf großen Rückhalt der Fraktion für eine Kandidatur zählen könnte. Die EVP will ihren Spitzenkandidaten im Herbst in Helsinki aufstellen. Als möglicher Kandidat ist EU-Brexit-Unterhändler Michael Barnier im Gespräch.

Die Europawahl findet im Mai 2019 statt. Die Europa-SPD hatte angekündigt, erst Ende des Jahres ihren Spitzenkandidaten zu küren. Am Wochenende hatten mehrere führende SPD-Politiker sich für den gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz als Kandidaten stark gemacht. Für Schulz warben unter anderen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der konservative Seeheimer Kreis der SPD.